„Es geht nur zusammen, es geht nicht allein.“ Diese klare Botschaft transportiert Peter Worms in seinem Lied „Zusammen“. Der Song macht Inklusion im Alltag nicht nur erlebbar, sondern bringt auf den Punkt, worum es im Kern geht: gemeinsames Handeln.
Inklusion ist zwar in gesellschaftlichen Debatten allgegenwärtig, bleibt aber oft theoretisch. Die entscheidende Frage bleibt, wie lässt sich echtes Miteinander konkret gestalten. Gerade hier zeigt sich die besondere Kraft von Musik. Sie schafft Zugänge, wo Sprache schnell an Grenzen stößt, und ermöglicht Erfahrungen von Gemeinschaft, die nicht erst erklärt werden müssen.
Worms Hymne entstand in Zusammenarbeit mit der Redaktion Blatt-Gold der Gold-Kraemer-Stiftung für die Kampagne „Deine Stimme für Inklusion“ der Aktion Mensch im Jahr 2020. Inzwischen hat es eine neue Dimension erreicht: Als offizielles Lied der „SportWoche für Alle“ 2025 steht es auch für eine Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass immer mehr Menschen mit Behinderung selbstverständlich am Sport teilnehmen können. Damit wird das Lied Teil eines größeren Zusammenhangs, in dem Inklusion nicht nur thematisiert, sondern aktiv gelebt wird.
„Zusammen laut“ – eine Hymne für gelebte Inklusion
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Hennig Krautmacher mit seiner Hymne „Zusammen laut“. Der Song feierte seine Premiere im RheinEnergie-Stadion beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den SV Werder Bremen und bildete den Höhepunkt der Saisonpartnerschaft „FC-Doppelpass“ zwischen dem Verein, seiner Stiftung und der Aktion Mensch. Geschrieben wurde das Lied eigens für diesen Anlass und gemeinsam mit zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern umgesetzt, darunter prominente Stimmen wie Annette Frier und Kristina Vogel sowie ehemalige FC-Spieler Jonas Hector und Stephan Engels. Entscheidend ist dabei jedoch nicht nur die prominente Beteiligung, sondern vor allem die Vielfalt der Mitwirkenden, mit und ohne Behinderung.
Im Interview beschreibt Krautmacher, wie unmittelbar der Entstehungsprozess war. Die zentrale Zeile „Zusammen laut, zusammen vertraut, zusammen im Spiel, zusammen ins Ziel“ sei ihm direkt gekommen, als die Anfrage des Vereins bei ihm einging. Weitere Impulse erhielt er aus Begegnungen, unter anderem mit einer Schulklasse, aus der die Zeile stammt: „Jeder ist etwas Besonderes, aber keiner ist etwas Besseres“.
Mehr als eine Botschaft
Beide Hymnen zeigen, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen gemeinsam sichtbar werden und sich als Teil eines Ganzen erleben. Sie setzen nicht auf komplizierte Erklärungen, sondern auf klare, zugängliche Botschaften, die sich einprägen und weitergetragen werden. So machen sie erfahrbar, was sonst oft abstrakt bleibt.
Solche Projekte sind deshalb mehr als symbolische Gesten. Sie stehen für eine Haltung, die Veränderung anstoßen will. Inklusion bedeutet gleiche Chancen und gleiche Rechte für alle. Sie erfordert den Abbau von Barrieren, im öffentlichen Raum ebenso wie in den Köpfen der Menschen. Und sie zeigt, dass Vielfalt und Gemeinschaft keine Gegensätze sind, sondern Voraussetzungen für eine offene und funktionierende Gesellschaft. Ein neues Miteinander entsteht nicht allein durch Programme, sondern durch konkrete Erfahrungen. Sie geben diesem Anspruch eine Stimme und machen hörbar, was Inklusion bedeuten kann, wenn sie wirklich gelebt wird.





