Im Rahmen des SINGklusions-Festivals in Menden wurde der Gebärdenchor St. Georg Köln am 11. Juli 2026 mit dem Prädikat „Hier klingt’s mir gut“ ausgezeichnet. Überreicht wurde die Auszeichnung von MdL Matthias Eggers.
Der Gebärdenchor St. Georg Köln gehört zur Integrativen Gemeinde St. Georg, dem Diözesanzentrum für Menschen mit Hörbehinderung in Köln. Seit inzwischen mehr als 25 Jahren zeigt das Ensemble, wie Musik auch jenseits des Hörens erfahrbar werden kann.
Die überwiegend gehörlosen oder hochgradig schwerhörigen Mitglieder interpretieren Lieder in Deutscher Gebärdensprache. Durch Gebärden, Rhythmus, Bewegung, Mimik und körperlichen Ausdruck wird Musik sichtbar und erhält eine ganz eigene künstlerische Form. So entsteht ein besonderes gemeinschaftliches Erlebnis, das hörende und gehörlose Menschen gleichermaßen anspricht.
Geleitet wird der Chor von Dr. Juliane Mergenbaum, die die musikalische und inklusive Arbeit des Ensembles seit vielen Jahren maßgeblich prägt. Im Jahr 2025 feierte der Gebärdenchor sein 25-jähriges Bestehen.Die Begründung der Jury
Die Jury würdigt insbesondere die langjährige und beispielhafte Arbeit des Chores:
Seit 25 Jahren zeigt der Gebärdenchor St. Georg Köln auf beeindruckende Weise, dass Musik weit über das Hören hinaus Menschen verbinden kann. Mit seiner außergewöhnlichen Verbindung von Gebärdensprache, Musik und künstlerischem Ausdruck macht der Chor kulturelle Teilhabe sichtbar und bereichert die deutsche Chorlandschaft um eine besondere Form des gemeinsamen Musizierens.
Mit der Verleihung des Prädikats „Hier klingt’s mir gut“ wird ein Ensemble ausgezeichnet, das Inklusion nicht nur thematisiert, sondern seit vielen Jahren selbstverständlich lebt und künstlerisch erfahrbar macht.
Bild: Alexander Lück/WP





